Thomas
TOM-as
Thomas leitet sich vom aramäischen Toma ab, dem aramäischen Wort für „Zwilling“. Das griechische Evangelium übertrug diesen Namen als Didymos (ebenfalls „Zwilling“) ins Griechische, doch der aramäische Klang Thomas setzte sich durch. Im Johannesevangelium wird Thomas als „Thomas, genannt Didymos“ vorgestellt — ein seltenes Beispiel für einen Namen, der in zwei Sprachen gleichzeitig auftritt.
Der Apostel Thomas — bekannt als „der ungläubige Thomas“, weil er die Auferstehung erst nach dem Betasten der Wunden glaubte — ist Schutzpatron der Architekten und Baumeister. Laut apokrypher Überlieferung missionierte er in Indien; die Thomaschristen der Malabarküste berufen sich bis heute auf ihn. Im Mittelalter war Thomas einer der meistvergebenen Namen in ganz Europa: Thomas Becket (1118–1170), Erzbischof von Canterbury und Märtyrer; Thomas von Aquin (1225–1274), der bedeutendste scholastische Theologe; Thomas More (1478–1535), Heiliger und Humanist.
In Deutschland zählt Thomas zu den absoluten Klassikern. Die GfdS verzeichnet ihn in den Jahrgängen 1950–1980 als einen der häufigsten Jungennamen überhaupt — in manchen Jahren auf Platz 1. Seither ist er seltener unter Neugeborenen, gilt aber als vollkommen zeitloser Name. In Österreich und der Schweiz ist das Bild identisch: Thomas ist generationenübergreifend präsent, ohne modisch zu wirken.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Thomas
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Schreibweisen von Thomas
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Tomas | Tschechisch/Lithuanian/Skandinavisch |
| Tommy | Englisch Verkleinerungsform |
| Tom | Englisch Kurzform |
| Thom | Englisch Variante |
| Tommaso | Italienisch |
| Foma | Russisch |
| Toma | Serbisch/Romanian |
| Tomás | Spanisch/Irisch |