Charlotte
SHAR-lot
Charlotte ist die feminisierte Form des altfranzösischen Charles, das seinerseits auf den althochdeutschen Namen Karl zurückgeht. Dessen Etymologie ist zweifach diskutiert: Entweder stammt er von hari (Heer) oder – wahrscheinlicher – von karal, einem frühmittalhochdeutschen Begriff für „freier Mann“ oder „Kerl“. Charlotte trägt damit im Kern die Bedeutung „die Freie“ oder „die Starke“. Die Endung -otte ist eine typisch französische Verkleinerungsform, die dem Namen seinen eleganten, leicht romantischen Charakter verleiht.
Als Adelsname verbreitete sich Charlotte durch das europäische Königshaus im 17. und 18. Jahrhundert. Herzogin Charlotte von Mecklenburg-Strelitz wurde 1761 Königin von Großbritannien und Irland und gab dem Namen eine besondere Strahlkraft im gesamten europäischen Hochadel. Durch Charlotte Brontës Pseudonym „Currer Bell“ und ihre Romanfiguren erlangte der Name im 19. Jahrhundert literarische Relevanz.
In Deutschland gehört Charlotte seit 2010 zu den Top-5-Mädchennamen. Die GfdS verzeichnete Charlotte in den Jahren 2014 und 2015 auf Platz 2. In der Schweiz belegte der Name zwischen 2016 und 2020 mehrfach Platz 1. In Österreich ist Charlotte ebenfalls unter den Top 10, besonders in urbanen Zentren wie Wien und Salzburg. Die königliche Konnotation – verstärkt durch Prinzessin Charlotte von Wales (geboren 2015) – trägt wesentlich zur anhaltenden Beliebtheit bei.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Charlotte
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Schreibweisen von Charlotte
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Lottie | Englisch Verkleinerungsform |
| Karlotta | Deutsch Variante |
| Carlotta | Italienisch |
| Charlote | Portugiesisch |
| Sarlota | Slovak |
| Charlotta | Schwedisch/Finnisch |