Amelia
ah-MEE-lee-ah
Amelia verbindet zwei Namenstraditionen. Einerseits leitet sie sich vom germanischen Stamm amal ab – dem Namenselement des westgotischen Herrschergeschlechts der Amaler, zu dem auch Theoderich der Große gehörte. Amal wird mit Begriffen wie „Arbeit“, „Fleiß“ oder „Kraft“ verbunden. Andererseits verschmolz dieser germanische Name im Lateinischen mit dem Namen Aemilia (von lat. aemulus, „der Nacheifernde“), wodurch beide Formen zu einer einheitlichen Namentradition zusammenwuchsen.
Historisch wurde der Name durch das britische Königshaus verbreitet: Amelia war der Name mehrerer Töchter von König Georg II. und Georg III. im 18. Jahrhundert. Diese königliche Assoziation trug zur Verbreitung im englischsprachigen und später im kontinentaleuropäischen Adel bei. Im 19. Jahrhundert erlangte die amerikanische Pilotin Amelia Earhart weltweite Bekanntheit und gab dem Namen eine moderne, abenteuerliche Konnotation.
In Deutschland gehört Amelia seit 2014 zu den Top-30-Mädchennamen und erreichte 2021 laut GfdS-Auswertungen Platz 18. In Österreich wird der Name ähnlich häufig vergeben; besonders in Wien und Graz verzeichneten Standesamter zwischen 2018 und 2022 einen deutlichen Anstieg. In der Schweiz belegt Amelia konstant einen Platz unter den 25 häufigsten Mädchennamen. Eltern schätzen die Kombination aus historischer Tiefe und modernem, klangvollem Auftritt.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Amelia
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Schreibweisen von Amelia
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Amalie | Dänisch/Norwegisch |
| Emelia | Englisch Variante |
| Amelie | Französisch |
| Amalia | Deutsch/Romanian/Spanisch |
| Emilija | Lithuanian/Serbisch |
| Ameli | Russisch transliteration |