Dylan
DIL-an
Der Name Dylan entstammt dem Altwalisischen und setzt sich aus dem Element dyl (Meer, Flut, Gezeiten) zusammen, ergänzt um ein Suffix, das „Sohn von“ oder „zugehörig zu“ bedeutet. Die geläufigste Deutung lautet demnach „Sohn des Meeres“ oder „große Flut“. Einige keltische Sprachwissenschaftler ziehen auch die protokeltische Wurzel *dubo- (tief, dunkel) heran, doch in der walisischen Forschung überwiegt die Meeresbedeutung eindeutig.
Den ersten literarischen Beleg findet der Name in der mittelalterlichen Sagensammlung Mabinogion, wo Dylan Ail Ton — „Dylan, zweite Welle“ — als Meeresgottheit gilt, die bei ihrer Geburt sofort ins Wasser taucht und schwimmt wie ein Fisch. Der walisische Dichter Dylan Thomas (1914–1953), bekannt durch „Do not go gentle into that good night“, trug den Namen in die Weltliteratur. 1961 wählte Robert Allen Zimmerman das Pseudonym Bob Dylan in Anlehnung an Thomas — nach dessen Nobelpreis für Literatur (2016) ist der Name weltweit ein Begriff.
Im deutschsprachigen Raum etablierte sich Dylan seit den 1990er-Jahren als moderner Jungenname. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) verzeichnet ihn in deutschen Top-100-Listen der 2000er-Jahre, vorrangig in urbanen Milieus. Statistik Austria und das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) bestätigen regelmäßige Vergaben; im DACH-Raum bewegt sich Dylan heute im mittleren Popularitätssegment.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
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Schreibweisen von Dylan
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Dylen | Englisch spelling Variante |
| Dylon | Englisch spelling Variante |
| Dilan | Türkisch/Kurdish |