Lutz
Lutz leitet sich ab von Ludwig, der deutschen Form des fränkischen Namens Hludwig. Dieser setzt sich zusammen aus hlūt mit der Bedeutung „laut“ oder „berühmt“ und wīg („Kampf“, „Krieger“). Übersetzt steht der Name für „berühmter Krieger“. Die Kurzform Lutz entwickelte sich in süddeutschen Dialekten im Spätmittelalter.
Im 17. Jahrhundert hatte sich Lutz als eigenständiger Vorname etabliert, besonders in Bayern, Sachsen und Thüringen. Die DDR bevorzugte Lutz in den 1950er und 1960er Jahren stark. Der Grund lag teils in der Kürze, teils in der Vorliebe für nicht aristokratisch klingende Vornamen, die der frühen DDR-Namenspolitik entsprach.
In der DDR gehörte Lutz zwischen 1955 und 1975 zu den 30 häufigsten Jungennamen, sein Spitzenwert lag um 1965. In Westdeutschland blieb die Verwendung moderater. Seit 1985 ist der Name in beiden Regionen unter Neugeborenen selten geworden und wird heute mit Männern der Geburtsjahrgänge zwischen 1950 und 1975 verbunden.
Was bedeutet der Name Lutz
Bekannte Namensträger sind der österreichische Eiskunstläufer Alois Lutz (1898–1918), nach dem der Lutz-Sprung benannt ist, der Schriftsteller Lutz Seiler, der Politiker Lutz Heilmann sowie der Fußballtorhüter Lutz Pfannenstiel. Verwandte Formen sind Ludwig (deutsche Vollform), Louis (französisch, englisch), Luigi (italienisch), Luis (spanisch).
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
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