Miles
MYLZ
Die Etymologie von Miles ist zweigeteilt. Eine Linie leitet den Namen vom lateinischen miles (Soldat, Krieger) ab — ein Begriff, der im mittelalterlichen Kontext für Ritter stand. Eine andere, sprachwissenschaftlich beliebtere Deutung verbindet Miles mit dem westgermanischen *mildiz (mild, sanft, gnädig), aus dem auch der Name Milo entstammt. Beide Linien wurden im normannischen England nach der Eroberung von 1066 zusammengeführt, als der normannische Name Milon mit dem lateinischen miles verschmolz.
Im Mittelalter war Miles in England und Frankreich verbreitet; Miles of Gloucester (gestorben 1143) war ein bedeutender normannischer Adeliger. Im 20. Jahrhundert prägte vor allem der Jazztrompeter Miles Davis (1926–1991) den Namen: Als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts schuf er Alben wie Kind of Blue (1959) und Bitches Brew (1970), die den Jazz grundlegend veränderten. Weitere Träger: Schauspieler Miles Teller, Fotograf Miles Aldridge.
In Deutschland ist Miles ein seltener, aber wachsender Name. Die GfdS verzeichnet ihn nicht in den deutschen Top-100, doch er erscheint seit etwa 2015 in städtischen Geburtsregistern — bevorzugt bei Eltern mit Affinität zu Jazzmusik oder amerikanischer Kultur. In der Schweiz ist er etwas präsenter; das BFS weist Miles als regelmäßig vergebenen Namen aus. Die Nebenform Milo ist in Deutschland deutlich häufiger und findet sich in den GfdS-Charts der 2010er-Jahre.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
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