Rainer
Rainer setzt sich zusammen aus zwei althochdeutschen Bestandteilen: ragin mit der Bedeutung „Rat“, „Urteil“ oder „göttlicher Beschluss“, und heri („Heer“, „Kriegsschar“). Übersetzt bedeutet der Name „der Ratgeber des Heeres“ oder „der weise Stratege im Kampf“.
Der Name verbreitete sich über den fränkischen Adel im Mittelalter und blieb besonders in Bayern, Österreich und im Rheinland erhalten. Die englische Form Rayner trat nach 1066 in normannischen Aufzeichnungen auf, verschwand jedoch im 17. Jahrhundert. Die deutsche Form Rainer war kontinuierlich in Gebrauch.
In Westdeutschland erlebte Rainer seinen Höhepunkt zwischen 1945 und 1965. Laut GfdS-Auswertung gehörte er in dieser Zeit regelmäßig zu den 50 häufigsten Jungennamen, sein Spitzenwert lag um 1955. Heute rangiert der Name unter Platz 500 und wird vor allem mit Männern der Geburtsjahrgänge vor 1975 verbunden.
Was bedeutet der Name Rainer
Bekannte Namensträger sind der Lyriker Rainer Maria Rilke (1875–1926), der Regisseur Rainer Werner Fassbinder (1945–1982), der Schauspieler Rainer Bock sowie Fürst Rainier III. von Monaco (1923–2005). Verwandte Formen sind Reiner als alternative deutsche Schreibweise, Ranieri (italienisch) und die historische englische Form Rayner.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
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