Ava
AY-vah
Die Herkunft von Ava wird auf zwei Wegen erklärt. Die erste Deutung sieht Ava als Variante von Eva, dem hebräischen Chawwa – „die Lebendige“ oder „Mutter alles Lebenden“. Die zweite Deutung führt Ava auf ein althochdeutsches oder lateinisches avis (Vogel) zurück – ein Namenselement, das in mittelalterlichen deutschen Frauennamen wie Avila oder Aveline vorkommt.
Historisch bekannt ist die heilige Ava von Dinant (9. Jahrhundert), eine fränkische Adlige, die als Märtyrerin verehrt wird. Im deutschen Sprachraum war Ava im Mittelalter als Kurzform von Eva gebräuchlich. Die mittelhochdeutsche Dichterin Frau Ava (um 1060–1127) war die erste namentlich bekannte Autorin in deutscher Sprache, was dem Namen eine literarische Tiefe verleiht.
In Deutschland wurde Ava ab 2010 zunehmend als eigenständiger Vorname vergeben. Laut GfdS-Statistiken stieg der Name zwischen 2014 und 2022 von Platz 42 auf Platz 9 der Mädchennamen – ein außergewöhnlicher Aufstieg. In Österreich liegt Ava seit 2019 konstant unter den Top 8. In der Schweiz belegte er 2021 und 2022 Platz 6. Die extreme Kürze, der klangvolle Vokalreichtum und die internationale Verständlichkeit erklären diesen rasanten Aufstieg.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Ava
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Schreibweisen von Ava
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Awa | Arabisch/African Variante |
| Aava | Finnisch |
| Ave | Lateinisch/Estonian Kurzform |
| Eva | Lateinisch/Spanisch/Italienisch/Deutsch |