Emilia
eh-MILL-ee-ah
Emilia leitet sich vom lateinischen Familiennamen Aemilius ab, dem Namen einer bedeutenden römischen Patrizierfamilie. Die Wurzel aemulus bedeutet „nacheifernd, wetteifernde, strebsam“ — ein positives Bild von Ehrgeiz und Beharrlichkeit. Die gens Aemilia war eine der angesehensten Familien der Römischen Republik; der Aemilius Paullus, Sieger über Perseus von Makedonien (168 v. Chr.), ist einer ihrer bekanntesten Vertreter.
Als literarischer Name erlangte Emilia besondere Bekanntheit durch zwei Werke: Shakespeares Othello, in dem Emilia die treue, schließlich tragisch endende Dienerin Desdemonas ist, und Gotthold Ephraim Lessings bürgerliches Trauerspiel Emilia Galotti (1772). Lessings Drama machte den Namen zum Inbegriff des deutschen Bildungsbürgertums. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Emilia in Deutschland häufig in der Form Emma präsent.
Im deutschsprachigen Raum erlebt Emilia seit den 2000er-Jahren eine außergewöhnliche Renaissance. Die GfdS verzeichnet Emilia zwischen 2010 und 2020 mehrfach auf Platz 1 der beliebtesten Mädchennamen in Deutschland — ein bemerkenswerter Spitzenwert. Statistik Austria und das BFS bestätigen Platz-1- oder Top-3-Platzierungen in Österreich und der Schweiz. Emilia ist damit einer der dominantesten Mädchennamen des ersten Drittels des 21. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Emilia
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Schreibweisen von Emilia
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Amelia | Englisch cognate |
| Emily | Englisch cognate |
| Emilie | Französisch/Deutsch/Skandinavisch |
| Emiliana | Italienisch extended form |
| Emilija | Lithuanian/Serbisch |