Marlies
Marlies entstand als Kontraktion von Maria und Liese, der niederdeutschen Kurzform von Elisabeth. Das erste Element Maria kommt vom hebräischen Miriam; die Bedeutung ist umstritten, häufig wird „die Geliebte“ angegeben. Liese leitet sich ab von Elischeba mit der Bedeutung „mein Gott ist Fülle“ oder „Gott hat geschworen“.
Der Name verbreitete sich ab den 1920er Jahren in Deutschland, den Niederlanden und Flandern, als zusammengesetzte Doppelnamen modisch wurden. Sowohl katholische als auch evangelische Familien wählten Marlies, da beide Wurzeln biblische Autorität besitzen: Maria, die Mutter Jesu, und Elisabeth, die Mutter Johannes des Täufers.
In Westdeutschland gehörte Marlies zwischen 1945 und 1965 regelmäßig zu den 50 häufigsten Mädchennamen. In den Niederlanden blieb der Name bis 1980 in den Top 100. Seit den 1980er Jahren ist er unter Neugeborenen selten geworden und wird heute überwiegend mit Frauen der Geburtsjahrgänge zwischen 1940 und 1975 verbunden.
Was bedeutet der Name Marlies
Bekannte Namensträgerinnen sind die ostdeutsche Sprinterin Marlies Göhr (geboren 1958), die in den 1970er und 1980er Jahren mehrfache Weltmeisterin war, sowie die Politikerin Marlies Volkmer. Verwandte Formen sind Marliese als alternative Schreibweise, Marielies als längere Form und die seltene Variante Marlis ohne Endungs-e.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
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