Mila
MEE-lah
Mila entstammt dem slawischen Wortstamm milu oder mil-, der „lieb, anmutig, gnädig“ bedeutet. Dieser Stamm ist in zahlreichen slawischen Namen verankert — Milena, Ludmila, Milica, Miroslav — und gehört zu den produktivsten Namenelementen des slawischen Sprachraums. Als eigenständiger Vorname ist Mila vor allem in Russland, Polen, Tschechien, Serbien und Kroatien verbreitet; als Kurzform diente sie historisch für Milena und Lyudmila.
Außerhalb Osteuropas gelangte Mila im 20. Jahrhundert durch Migrationsströme in den westeuropäischen Sprachraum. Die ukrainisch-amerikanische Schauspielerin Mila Kunis (geboren 1983 als Milena Kunis in Tscherniwzi) trug wesentlich zur Popularisierung des Namens im englisch- und deutschsprachigen Raum bei. In Lateinamerika existiert Mila auch als Kurzform von Camila, was den Namen in weiteren Kulturkreisen verankerte.
In Deutschland erlebt Mila seit etwa 2010 einen außergewöhnlichen Aufschwung. Die GfdS verzeichnet ihn zwischen 2015 und 2020 regelmäßig unter den Top-5 der beliebtesten Mädchennamen — eine bemerkenswerte Platzierung für einen Namen slawischer Herkunft. Statistik Austria bestätigt dieselbe Entwicklung für Österreich; das BFS weist Mila für die Schweiz in den Top-10 der 2010er-Jahre aus. Kürze, Klang und die positive Semantik „lieb, anmutig“ erklären den breiten Zuspruch über kulturelle Grenzen hinweg.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Mila
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Schreibweisen von Mila
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Myla | Englisch Variante |
| Milah | Hebräisch-influenced |
| Milla | Skandinavisch/Finnisch |
| Milena | Slawisch full form |
| Mylla | Spelling Variante |