Ezra
EZ-rah
Ezra entstammt dem Hebräischen und leitet sich von der Wurzel azara ab, die „helfen“, „beistehen“ oder „unterstützen“ bedeutet. Der Name bedeutet also wörtlich „Hilfe“ oder – in der religiösen Erweiterung – „Gott ist meine Hilfe“. Im Alten Testament ist Esra (hebräische Form) ein Priester und Schreiber, der nach dem babylonischen Exil die jüdische Gemeinschaft neu organisiert und das Studium der Thora systematisiert.
In der jüdischen Tradition gilt Esra neben Mose als der zweite große Gesetzgeber – „ohne Esra wäre die Thora in Vergessenheit geraten“ heißt es im Talmud. Im 19. Jahrhundert trugen Intellektuelle wie Ezra Pound (Dichter) den Namen, was ihm eine literarisch-avantgardistische Konnotation gab, die bis heute nachwirkt.
In Deutschland war Ezra bis 2015 so gut wie unbekannt als Vorname. Seit 2018 steigt er bemerkenswert rasch: Laut Hochrechnungen der GfdS belegte Ezra 2022 Platz 42 der Jungennamen, 2023 bereits Platz 31. In der Schweiz ist der Trend noch ausgeprägter, in Österreich ähnlich. Namenforscher ordnen Ezra in die Kategorie „Short Biblical Revival“ ein – kurze, starke alttestamentliche Namen, die nach langer Pause von jungen Eltern neu entdeckt werden (vergleichbar Levi, Noah, Eli).
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Ezra
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Schreibweisen von Ezra
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Esdras | Griechisch/Lateinisch |
| Esra | Türkisch/Deutsch Variante |