Samuel
SAM-yoo-el
Samuel leitet sich vom hebräischen Shemu’el (שמואל) ab. Die Etymologie ist unter Sprachforschern umstritten: Die verbreitetste Deutung verbindet den Namen mit shama (שמע, hören) und el (אל, Gott), was „von Gott erhört“ ergibt. Eine alternative Ableitung aus shem (שם, Name) und el ergibt „der Name ist Gott“. Über das Griechische Samouel und das Lateinische Samuel gelangte der Name ins Mittelhochdeutsche.
Im Alten Testament ist Samuel eine zentrale Gestalt: als letzter Richter Israels salbte er sowohl Saul als auch David zum König. Bedeutende Namensträger der Kulturgeschichte sind Samuel Beckett (irischer Dramatiker, Nobelpreisträger), Samuel Morse (Erfinder des Morsecodes) und Samuel Johnson (Verfasser des ersten großen englischen Wörterbuchs).
In Deutschland erlebt Samuel seit etwa 2005 eine Renaissance. War er in den 1970er und 1980er-Jahren verhältnismäßig selten, zählt er heute zu den Top-50-Jungennamen. In Österreich ist die Entwicklung parallel: Statistik Austria dokumentiert Samuel seit 2010 unter den am häufigsten gewählten Namen. In der Schweiz – besonders in protestantisch geprägten Kantonen wie Bern und Zürich – hat Samuel eine längere Tradition als im katholischen Süddeutschland.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
Ahnliche Namen wie Samuel
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Schreibweisen von Samuel
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Samuil | Bulgarisch/Russisch |
| Sammy | Englisch Verkleinerungsform |
| Sam | Englisch Kurzform |
| Samu | Finnisch/Ungarisch |
| Xam | Galician |
| Samuele | Italienisch |