Jacob
JAY-kub
Jacob geht auf das hebräische Yaʿaqov zurück, abgeleitet von aqev (Ferse). Der Name hat eine direkte Genesiserklärung: Bei der Geburt hielt Jakob die Ferse seines Zwillingsbruders Esau (Genesis 25,26) — ein Symbol dafür, dass er ihn verdrängen würde. Die übertragene Bedeutung ist daher „der Nachfolger“ oder, im negativen Sinn, „der, der verdrängt“.
Im Alten Testament ist Jakob einer der drei Erz väter Israels — Sohn Isaaks, Enkel Abrahams. Nach einem nächtlichen Kampf mit einer göttlichen Gestalt erhält er den Namen Israel (Genesis 32,29). Seine 12 Söhne begründen die 12 Stämme Israels. Im Christentum ist der Name durch den Apostel Jakobus präsent; im deutschsprachigen Raum durch Jakobus den Pilger. Berühmte Träger: Jakob Grimm (1785–1863), Sprachwissenschaftler und Märchensammler; Jakob Burckhardt (1818–1897), Historiker.
In Deutschland ist Jakob — mit K — die klassische Schreibweise und in den 2000er-Jahren in die deutschen Top-10 aufgestiegen. Die GfdS verzeichnet Jakob zwischen 2010 und 2020 mehrfach unter den Top-5-Jungennamen. Die englische Schreibweise Jacob ist in Deutschland seltener, aber wachsend. In der Schweiz und Österreich ist Jakob ebenfalls ein starker Klassiker mit stetig hoher Verbreitung.
Numerologie und Symbolik
Basiert auf der pythagoreischen Numerologie — einem traditionellen System zur Verbindung von Namenbuchstaben mit Zahlen. Zur kulturellen Information.
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Schreibweisen von Jacob
| Variante | Sprache |
|---|---|
| Jakov | Kroatisch/Serbisch |
| Jack | Englisch Kurzform |
| Jake | Englisch Kurzform |
| Jacques | Französisch |
| Jakob | Deutsch/Skandinavisch/Niederländisch |
| Giacomo | Italienisch |
| Jakub | Polnisch/Tschechisch/Slovak |
| Yakov | Russisch/Hebräisch |
| Jaime | Spanisch cognate |